Aktuelles

Im Bild von rechts: Patrick Friedl - Stadtrat in Würzburg und 1. Sprecher des Volksbegehrens, Ruslana Lyschytschko - Rocksängerin und Botschafterin für 100 % Erneuerbare Energien, Hans-Jürgen Fahn - Landtagsabgeordneter und 2. Sprecher, und Hans-Josef Fell - Präsident der Energy Watch Group, Ex-MdB und 3. Sprecher (Foto: Josef Schmid)

Ruslana unterstützt Volksbegehren des Vereins „Klimaschutz - Bayerns Zukunft“

Gestern startete der Verein „Klimaschutz - Bayerns Zukunft e.V.“ die Unterschriftenaktion für das Volksbegehren Klimaschutz in die Bayerische Verfassung. Bis zum 4. Oktober will der Verein die erforderlichen 25 000 Unterschriften sammeln, um dann die Aufnahme des Staatszieles Klimaschutz in die Verfassung in Bayern beantragen zu können. Ziel des Volksbegehrens ist es, den Klimaschutz und die Umstellung der Energieversorgung auf Erneuerbare Energien als Staatsziele in der Bayerischen Verfassung zu verankern.

In der gestrigen Pressekonferenz in Würzburg stellten die drei Sprecher, Patrick Friedl, Stadtrat in Würzburg für Bündnis 90/Die Grünen, Hans-Jürgen Fahn, Mitglied im bayerischen Landtag für die Freien Wähler, und Hans-Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group, die Initiative vor. Unterstützt wurden sie von der Ukrainischen Rocksängerin Ruslana, die als weltweite Botschafterin für 100% Erneuerbare Energien für das Volksbegehren warb.

Patrick Friedl, erster Sprecher des Volksbegehrens, stellte die „dramatische klimatische Situation der Welt“ in den Mittelpunkt. Friedl: „Wir sind mitten im Klimawandel. Wir erleben weltweit das fünfte wärmste Jahr in Folge, mit Hitze, Dürren und Waldbränden, Stürmen, Starkregen und Überschwemmungen. Es bleibt nur noch wenig Zeit, wenn wir die Klimaerhitzung noch stoppen wollen. Klimaschutz duldet keinen Aufschub mehr.“ Deshalb sei nun gemeinsam im Verein die Initiative gestartet worden. Die Bevölkerung ist gefordert, per Volksgesetzgebung den Klimaschutz in die Verfassung zu bringen. „Wir hoffen auf eine über Europa hinaus greifende Verfassungsbewegung für den Klimaschutz zu unterstützen. Vorarlberg und Frankreich haben bereits den Anfang gemacht“, so Friedl. „Wir müssen den politisch Verantwortlichen Klimaschutz als vordringliche Aufgabe ins Stammbuch schreiben.“

Dr. Hans-Jürgen Fahn, zweiter Sprecher, hob auf die bisherigen Bemühungen Klimaschutz in die Bayerische Verfassung zu bringen ab. Dr. Fahn: „Bereits mehrfach haben, in den letzten zehn Jahren Freie Wähler und Grüne im Landtag den Anlauf genommen, dies zu erreichen. Immer haben Bayerische Staatsregierung und die CSU-Regierungsfraktion dies abgelehnt. Es ist wenig glaubwürdig, wenn Ministerpräsident Söder heute seine Offenheit für die Aufnahme des Klimaschutzes in die Verfassung erklärt. Auch er hat stets dagegen gestimmt.“

Hans-Josef Fell, dritter Sprecher des Volksbegehrens: „Mit der Unterschriftenaktion soll dokumentiert werden, dass die bayerische Bevölkerung wirksamen Klimaschutz will. Aktuell gibt es kaum noch Bemühungen der Bayerischen Staatsregierung für Klimaschutz in Bayern.“ Durch gesetzliche Blockaden in Berlin und München sei der Ausbau der Erneuerbaren Energien faktisch zum Erliegen gekommen. Fell: „Dabei sind es gerade die Erneuerbare Energien, die in Deutschland den Löwenanteil von 47% aller CO2 Reduktionen seit 1990 beigetragen haben, so eine neue Studie der Energy Watch Group. Emissionshandel und andere Klimaschutzmaßnahmen sind bisher weitgehend unwirksam geblieben.“

Besonders freuten sich Friedl, Fahn und Fell über die Unterstützung der Rocksängerin und Menschrechtsaktiven Ruslana aus der Ukraine. Sie kam extra nach Würzburg, um die Volksbegehrens-Initiative zu unterstützen. Ruslana Lyschytschko, weltweite Botschafterin für 100 % Erneuerbare Energie, machte deutlich, dass nur mit dem Ende der Nutzung der fossilen Energien Kohle, Erdöl und Erdgas und der vollständigen Umstellung auf Erneuerbare Energien noch die Chance besteht, den Klimawandel zu stoppen. Ruslana: „Deshalb unterstütze ich die Idee des Volksbegehren: Machen Sie mit. Unterschreiben Sie. Es ist Zeit zu handeln. Jetzt.“

Ruslana wird die Initiative auch beim Benefiz-Konzert zum Volksbegehren in der Würzburger Posthalle am Abend des 22. September als Rednerin und Musikerin unterstützen.

Unterschriften-Listen und weitere Materialien sind zu finden unter:

www.klimaschutz-verfassung.de

Unterstützung bekam der Verein trotz knapper Vorbereitungszeit in der Ferienzeit bereits von 12 Initiativen, Vereinen und Parteien:

  • Arbeitsgemeinschaft Bayerische Solarinitiativen (ABSI)
  • Bayern Allianz für Atomausstieg und Klimaschutz (BAAK)
  • Bergwaldprojekt e.V.
  • BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bayern (GRÜNE)
  • Bündnis für Atomausstieg und erneuerbare Energien (BüfA Regensburg)
  • Energieinitiative Rhön und Grabfeld e.V.
  • Energiewende ER(H)langen e.V.
  • Ökologisch-Demokratische Partei Bayern (ÖDP)
  • Solarförderverein Regensburg (Samos e.V.)
  • Solarfreunde Moosburg e.V.
  • Sonnenkraft Freising e.V.
  • Überparteiliche, bayerische Plattform gegen Atomgefahren, insbesondere aus Temelin e.V. (Plattform Temelin)

Der Verein ruft alle gesellschaftlichen Gruppen zur Unterstützung auf.

Klimaschutz - Bayerns Zukunft e.V.
Reibeltgasse 8
97070 Würzburg
Telefon: 0931 - 20 50 690
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.klimaschutz-verfassung.de

Wir verwenden Cookies, die es uns ermöglichen, die Benutzung der Webseite zu analysieren. So können wir die Seite weiter verbessern. Durch die Nutzung unserer Webseite stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. In unserer Datenschutzerklärung finden Sie