Aktuelles

München/Würzburg 07.05.2019

Sprecher des Energiewende-Volksbegehrens kündigen an, mit Nachdruck weiter Unterschriften für Energiewende und Klimaschutz in die Verfassung zu sammeln

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber hat jüngst erneut in einer Presseerklärung (Nr. 47/19 vom 18. April 2019) verlautbart, dass in Bayern bis 2050 die CO2 Emissionen pro Kopf der Bevölkerung lediglich auf zwei Tonnen begrenzt werden sollen. „Damit arbeitet er leider weiterhin daran mit das Weltklima massiv aufzuheizen und so die Erdgemeinschaft beschleunigt in eine unbeherrschbare Heißzeit zu führen“, kritisiert der erste Sprecher des Energiewende-Volksbegehrens, MdL Patrick Friedl. „Er kann ja nicht ernsthaft annehmen, nur der Bayerischen Bevölkerung stünden noch 2050 solch hohe Emissionen zu, während der Rest der Menschheit zum Schutz auch des Bayerischen Klimas gänzlich aufhört Klimagase auszustoßen. Die derzeitigen Ziele der Bayerischen Staatsregierung sind deswegen nicht geeignet, Bayerns Verantwortung gerecht zu werden, die Erderhitzung auf maximal 1,5°C zu begrenzen“

 „Wenn man annimmt, dass 2050 bei einer zu erwartenden Weltbevölkerung von zehn Milliarden Menschen jeder Mensch noch zwei Tonnen CO2 jährlich ausstoßen würde, dann würden pro Jahr immer noch verheerende 20 Milliarden Tonnen CO2 freigesetzt“, so der zweite Sprecher des Volksbegehrens MdL a.D. Dr. Hans-Jürgen Fahn. Im Jahr 2018 hat die Weltbevölkerung laut einem Bericht der internationalen Energie Agentur (IEA) 33,1 Milliarden Tonnen CO2 emittiert. Fahn: „Das Ziel von Bayerns Umweltminister ist also nicht einmal eine Halbierung der Emissionen, obwohl im  Abkommen von Paris im Jahre 2015 von der Weltgemeinschaft beschlossen wurde bis 2050 die Emissionen weltweit auf nahezu Null abzusenken. Dieses Abkommen wurde auch von Deutschland unterzeichnet und ratifiziert. Da aber seit 2015 die weltweiten Emissionen auf ein Rekordniveau in 2018 gestiegen sind, muss eine Nullemissionswirtschaft sogar noch deutlich als 2050 früher erreicht werden.“

 „So fordert die Klimaschutzbewegung ’Extinction Rebellion’ mittlerweile, und aus naturwissenschaftlicher Sicht völlig zu Recht, dass die Weltgemeinschaft und damit auch Bayern pro Kopf der Bevölkerung schon bis 2025 am besten überhaupt keine Emissionen mehr machen dürften“, so der dritte Sprecher des Volksbegehrens und Präsident der Energy Watch Group, Hans-Josef Fell. „Da die CO2-Emissionen zum größten Teil durch das Verbrennen der Energierohstoffe Erdöl, Erdgas und Kohle verursacht wird, muss eine Umstellung auf 100 Prozent Erneuerbare Energien im Mittelpunkt einer wirksamen Klimaschutzstrategie stehen, so wie wir das mit unserem Energiewende-Volksbegehren fordern“, so MdB a.D. Fell.

Der Verein „Klimaschutz - Bayerns Zukunft“ und die drei Sprecher des Volksbegehrens, MdL Patrick Friedl, MdL a.D. Dr. Hans-Jürgen Fahn und MdB a.D. Hans-Josef Fell beschlossen daher jüngst die Aktivitäten für das Sammeln von Unterschriften wieder hochzufahren, um die noch fehlenden Unterschriften für den Zulassungsantrag für das Volksbegehren zu bekommen.

Wir verwenden Cookies, die es uns ermöglichen, die Benutzung der Webseite zu analysieren. So können wir die Seite weiter verbessern. Durch die Nutzung unserer Webseite stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. In unserer Datenschutzerklärung finden Sie